Donnerstag, 04.06.2009
Was ist ein Suppen- oder Salat-Whisky? Ein WNL-TV-Nachschlag von der "Whsiky Fair"
Whiskykoch Chris Pepper kreiert Gerichte zu bestimmten Whiskies
(gz) Chris Pepper nennt sich selbstbewusst „Whiskykoch“ und das mit gutem Grund. Denn der gebürtige Engländer kocht nicht mit Whisky, sondern er kreiert seine Gerichte rund um die Geschmackswelt eines ganz konkreten Whiskys. Am Anfang seines Konzeptes, das er „Whisky & Food“ nennt, steht das Probieren. Eingehend beschäftigt sich der gelernte Koch mit einem Whisky. Er riecht und schmeckt immer und immer wieder, um genaustens notieren zu können, welche Aromen Gaumen, Zunge und Nase erreicht haben.
Anschließend macht sich der Whiskykoch mit eigenem Fachgeschäft in Darmstadt daran, ein konkretes Gericht zu dem verkosteten Whisky zu entwerfen. Wichtigste Frage, die es zu beantworten gibt: Um was für eine Art Whisky handelt es sich? „Es wird klar, welcher Whisky alleine als Aperitif oder Digestif stehen sollte, welcher der Suppen- oder der Salat-Whisky wird, welcher der Hauptspeisen-Whisky, weil er zum Beispiel nach dunklem Fleisch schreit und viel Substanz hat oder welcher der Desert-Whisky, weil er die Nase mit Schokolade, Pfirsich oder Vanille verwöhnt“, erklärt Chris Pepper. Ist das alles entschieden, sucht er die passenden Gewürze, Kräuter und Beilagen.
Seine Whisky-Dinner stehen üblicherweise unter einem Motto. Mal sind es die schottischen Inseln von Arran bis Orkney, mal nimmt er sich der kleinen Brennereien an mit einer Produktion von weniger als einer Million Litern im Jahr, dann ist es der Millionärsclub wie Pepper die großen Destillerien mit über vier Millionen produzierten Litern pro Jahr augenzwinkernd nennt.
Gerne kocht er vor Publikum wie kürzlich bei der Whisky Fair in Limburg, wo auch das Video von WNL-TV entstanden ist.